Die Therapeutische Kur für Frauen - vorbeugend gegen Stress, Burnout und Depression: 10 Tage im Einklang mit sich selbst

Quelle: Paradeiser, Isabella Wintschnig Der "Magische Paradeiser" der Malerin Isabella Wintschnig ist Symbol für das Geschehen im Therapeutischen Garten. Durch sanftes Berühren der äußeren, nährenden Natur kommen wir mit unserer inneren wieder in Kontakt; müssen die "Gespinste" nicht mehr zerstören, sondern dürfen sie als Symbol erkennen und wirken lassen.

Im "Weinviertler Therapiegarten" wird ein ganzheitliches Konzept umgesetzt, welches alle hilfreichen Therapieformen, die ein Garten zur Heilung bietet mit einbezieht. Aroma- und Phytotherapie, unmittelbares Sinneserleben, Naturbeobachtung und Gemeinschaftsleben, kreativ-künstlerisches Tun im geschützten Rahmen, sowie Psychoanalytische Einzel- und Gruppensitzungen helfen, das Erfahrene optimal zu nutzen.

Im Sinne des Depressionsmodells der Analytischen Psychologie liegt die Funktion des Gartens im Bewußtmachen der eigenen Empfindungen und Gefühle. Der verschüttete oder vielleicht noch nie entdeckte Zugang zum eigenen, innersten Wesen, das von Jung "Selbst" genannt wird, soll frei gelegt und belebt werden. Die Betroffenen können hier in entspannter Atmosphäre (wieder) lernen, ihren Sinnen zu vertrauen, ihre Instinkte zu wecken, neue Wahrnehmungsfähigkeiten zu entdecken und zu reflektieren sowie durch die Tätigkeit im Freien auch eine neue Qualität von Körperlichkeit entwickeln. Hier muß nicht zwanghaft fremdbestimmt "gesportelt" werden, sondern jede Teilnehmerin kann den ihr eigenen Rhythmus von Bewegung und Ruhe wiederentdecken.

Foto: Doris Cech Die Beobachtung natürlicher Prozesse bei Pflanzen und Tieren unterstützt diese Entwicklung und die unmittelbare Anerkennung lustvoller Tätigkeiten fördert zudem auch das Selbst-Bewußt-Sein.

Der "Weinviertler Therapiegarten" ist derart angelegt, daß die darin stattfindende Psychotherapie (in Kleinstgruppen von maximal 6 Personen und Einzelsitzungen) unter idealen Rahmenbedingungen stattfinden kann. Gleichzeitig hat der Garten ein nonverbales Heilungspotenzial, das im reinen Da-Sein zur Wirkung kommt. Es wirkt hier auch die ursprüngliche, durch Tourismus und Konsumdominanz noch freie Landschaft, welche viel unberührte Natur und unmittelbares Naturerleben ermöglicht.

Der Therapeutische Garten liegt am Ende eines kleinen Dorfes im westlichen Weinviertel bei Haugsdorf, benachbarte Felder reichen bis an seine Grenze; Fauna und Flora sind vielfältig und zahlreich. Es gibt vor allem in den Morgen- und Abendstunden viele Möglichkeiten, wilde Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten. Der großzügig angelegte 1200m2 große Garten bietet eine Vielzahl von Wildfrüchten und Obststräuchern, welche einerseits zum spontanen Naschen, andererseits zum Entdecken neuer kulinarischer Spezialitäten einladen. Die von Ihnen produzierten Schätze können Sie selbstverständlich mit nach Hause nehmen und mit ihnen auch eine wohlschmeckende und -duftende Erinnerung.

Die Psychotherapeutische Kur findet im großen Garten, in der Werkstatt sowie in der Sommerküche des Hauses statt.


Quelle: Weinviertel, Doris Cech



Was passiert in der Kur?

Die Kur beginnt an einem Freitag um 9h mit dem gemeinsamen Frühstück, sie endet nach 10 Tagen am Sonntag 13h. Am letzten Vormittag finden Einzelgespräche statt, welche eine unmittelbare Aufarbeitung der Themen, welche Sie in der Kur beschäftigt haben, ermöglichen.
Sollte eine Teilnehmerin nicht in Einzeltherapie sein, so sind nach Kurende 5 "Nachgespräche" verpflichtend, um abschließend das Erlebte noch einmal gut zu reflektieren und integrieren. Die Gespräche sollten bis 2 Monate nach Kurende stattfinden. Sollte sich die Teilnehmerin in Therapie befinden, können die Abschlußgespräche entfallen, da Erlebtes und Empfundenes in der laufenden Therapie aufgearbeitet werden kann.

Die Teilnehmerinnen der Kur leben und arbeiten 12 Stunden täglich zusammen, gemeinsam werden Mahlzeiten zubereitet und eingenommen, therapeutische Sitzungen und Kreativphasen gestaltet - und es bleibt auch Zeit, sich zurückzuziehen und Ruhephasen alleine zu genießen. Die Unterbringung findet in Pensionen der Umgebung auf eigene Rechnung statt.
Wir empfehlen den Weinbaubetrieb Bauer, welcher über sehr schöne Zimmer verfügt: www.bauer-wein.com

Der Tagesablauf gestaltet sich Montag bis Freitag wie folgt:
  • Gemeinsames Frühstück / Tagesbesprechung
  • Gruppentherapie am Vormittag
  • Mittagessen zubereiten und gemeinsames Essen
  • Pause im Garten
  • Kreativ-Workshop, Gartentherapie, Von Pflanzen lernen
  • Gemeinsames Abendessen
  • Abendprogramm bis 21 Uhr

Alle gemeinsamen Tagespunkte sind verpflichtend, da der Therapeutische Prozeß und die entstehende Gruppendynamik im geschützten Rahmen einer Kleinstgruppe mit maximal sechs Teilnehmerinnen entscheidend für das heilsame Erleben ist. Am zweiten Samstag werden Künstlerinnen den Prozeß begleiten und neue Impulse setzen, der zweite Sonntag dient den abschließenden Einzelgesprächen.


Termine, Anmeldung & Kosten

Die Kur findet einmal jährlich im Sommer für 10 Tage von Freitag (gemeinsames Frückstück) bis Sonntag mittags (ohne Mittagessen) statt. Es empfiehlt sich daher eine Anreise am Donnerstag. Mit der Zimmervermietung kann auf Wunsch jede individuelle Verlängerung vereinbart werden; wir empfehlen, nach Möglichkeit, den Aufenthalt um 1 Woche zu verlängern, um die Landschaft und das Erlebte nachklingen zu lassen.

Die Kosten der Kur, eventuelle Sozialtarife und die Möglichkeit, einen Teil von den Kassen retourniert zu bekommen, werden im Erstgespräch individuell geklärt. Richtlinie bietet der übliche Honorarsatz für Psychotherapie, die Organisation der Verpflegung übernimmt der Verein NETZWERK PSYCHE+ auf Selbstkosten-Basis, für die Unterbringung sorgen die Teilnehmerinnen.

Die aktuellen Termine erfragen Sie bitte per Mail oder in der Telefonsprechstunde.


Wer kann teilnehmen?

Grundsätzlich kann jede Person ab 18 Jahren an der Therapeutischen Kur teilnehmen. Voraussetzung ist ein Einzelgespräch mit der leitenden Therapeutin. Dieses Gespräch muß bis 2 Monate vor Kurbeginn stattfinden. Darin wird geklärt, ob die Therapeutische Kur für die aktuelle Problematik förderlich ist und eine Gruppe grundsätzlich empfehlenswert erscheint; ggf. werden Anträge bei den Kassen auf Zuschüsse eingereicht und ein erstes gegenseitiges Kennenlernen kann stattfinden. Bei dieser Gelegenheit können auch spezielle Wünsche, wie zB Diäten, geklärt werden.

Nach Beendigung der Kur sind 5 Nachgespräche verpflichtend, so sich die Teilnehmerin nicht in Einzeltherapie befindet.


Wie kann ich mich anmelden?

Ein Erstgespräch kann jeden Montag 11.00 - 13.00h in der Telefonsprechstunde oder per Mail vereinbart werden.