Die Therapeutische Kur gegen Depression, Stress und Burnout
Der "Magische Paradeiser" der Malerin Isabella Wintschnig ist Symbol für das Geschehen im Therapeutischen Garten. Durch sanftes Berühren der äußeren, nährenden Natur kommen wir mit unserer inneren wieder in Kontakt; müssen die "Gespinste" nicht mehr zerstören, sondern dürfen sie als Symbol erkennen und wirken lassen.Im "Weinviertler Therapiegarten" wird ein ganzheitliches Konzept umgesetzt, welches alle hilfreichen Therapieformen, die ein Garten zur Heilung bietet mit einbezieht. Aroma- und Phytotherapie, unmittelbares Sinneserleben, Naturbeobachtung und Gemeinschaftsleben, kreativ-künstlerisches Tun im geschützten Rahmen, sowie Psychoanalytische Einzel- und Gruppensitzungen helfen, das Erfahrene optimal zu nutzen. Im Sinne des Depressionsmodells der Analytischen Psychologie liegt die Funktion des Gartens im Bewußtmachen der eigenen Empfindungen und Gefühle. Der verschüttete oder vielleicht noch nie entdeckte Zugang zum eigenen, innersten Wesen, das von Jung "Selbst" genannt wird, soll frei gelegt und belebt werden. Die Betroffenen können hier in entspannter Atmosphäre (wieder) lernen, ihren Sinnen zu vertrauen, ihre Instinkte zu wecken, neue Wahrnehmungsfähigkeiten zu entdecken und zu reflektieren sowie durch die Tätigkeit im Freien auch eine neue Qualität von Körperlichkeit entwickeln. Hier muß nicht zwanghaft fremdbestimmt "gesportelt" werden, hier kann jede/r im eigenen Rhythmus seinen natürlichen Notwendigkeiten folgen. Es hat sich gezeigt, daß die Beobachtung natürlicher Prozesse bei Pflanzen und Tieren meist auch das Gefühl für eigene, oft vergessene oder unterdrückte Bedürfnisse weckt und den Sinn für Wesentliches fördert. Die unmittelbare Anerkennung lustvoller Tätigkeiten fördert zudem auch das Selbst-Bewußt-Sein. Der "Weinviertler Therapiegarten" ist derart angelegt, daß die darin stattfindende Psychotherapie (in Kleinstgruppen von maximal 4 Personen und Einzelsitzungen) bestmöglichst unterstützt wird. Gleichzeitig hat der Garten ein nonverbales Heilungspotenzial, das im reinen Da-Sein zur Wirkung kommt. Es wirkt hier auch noch die ursprüngliche, durch Tourismus und Konsumdominanz freie Landschaft, welche viel unberührte Natur und unmittelbares Naturerleben ermöglicht. Der Therapeutische Garten liegt am Ende eines
kleinen Dorfes im westlichen Weinviertel bei Haugsdorf, benachbarte Felder reichen bis an seine Grenze; Fauna und Flora sind vielfältig und zahlreich. Es gibt vor allem in den Morgen- und Abendstunden viele Möglichkeiten, wilde Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten. Der großzügig angelegte 1200m2 große Garten bietet eine Vielzahl von Wildfrüchten und Obststräuchern, welche einerseits zum spontanen Naschen andererseits zum Entdecken neuer kulinarischer Spezialitäten einlädt. Die von Ihnen produzierten Schätze können Sie selbstverständlich mit nach Hause nehmen und mit ihnen auch eine wohlschmeckende und -duftende Erinnerung.Der Therapiegarten liegt bei einem über 100 Jahre alten Bauernhaus, welches derzeit sanft renoviert wird und ab 2008 als Therapiezentrum zur Verfügung steht. Die Psychotherapeutische Kur wird im großen Garten, in der Werkstatt sowie in der Küche des Hauses stattfinden. Was passiert in der Kur? Die Teilnehmerinnen der Kur leben und arbeiten 12 Stunden täglich zusammen, gemeinsam werden Mahlzeiten zubereitet und eingenommen, therapeutische Sitzungen und Kreativphasen gestaltet - und es bleibt auch Zeit, sich zurückzuziehen und Ruhephasen alleine zu genießen. Die Unterbringung findet in Pensionen der Umgebung auf eigene Rechnung statt. Der Tagesablauf gestaltet sich Montag bis Freitag wie folgt:
Alle gemeinsamen Tagespunkte sind verpflichtend, da der Therapeutische Prozeß und die entstehende Gruppendynamik im geschützten Rahmen einer Kleinstgruppe mit maximal vier TeilnehmerInnen entscheidend für das heilsame Erleben ist. An Samstagen werden Künstlerinnen den Prozeß begleiten und neue Impulse setzen, Sonntage stehen zur eigenen Gestaltung frei. Wer kann teilnehmen? Grundsätzlich kann jede Person ab 18 Jahren an der Therapeutischen Kur teilnehmen. Voraussetzung sind 5 Einzelgespräche mit der leitenden Therapeutin. Die Gespräche sollten bis 3 Monate vor Kurbeginn stattgefunden haben, darin wird geklärt, ob die Therapeutische Kur für die aktuelle Problematik förderlich ist und eine Gruppe grundsätzlich empfehlenswert erscheint; Anträge bei den Kassen werden ggf. eingereicht und ein erstes gegenseitiges Kennenlernen kann stattfinden. Sollte die/der TeilnehmerIn nicht in Einzeltherapie sein, so sind bei Kurende 10 "Nachgespräche" verpflichtend, um abschließend das Erlebte noch einmal gut zu reflektieren und integrieren. Die 10 Gespräche sollten bis 3 Monate nach Kurende stattfinden. Sollte sich die/der TeilnehmerIN in Therapie befinden (Bestätigung der/des TherapeutIN!), können die Abschlußgespräche entfallen, da in der laufenden Therapie aufgearbeitet werden kann. Wie kann ich mich anmelden?
Ein Detailprogramm können Sie ab Sommer 2007 anfordern. Sollten Sie schon zu diesem Zeitpunkt detailliert über die Kur informieren wollen oder ein Erstgespräch wünschen, kann dies jeden Montag 9.00 - 12.00h in der Telefonsprechstunde vereinbart werden.Der Organisatorische Ablauf für die Kur 2009 sieht daher terminlich so aus:
Schnupperwochenende 2009 Ab Herbst 2008 besteht die Möglichkeit, ein Schnupperwochenende (Donnerstag bis Samstag) zu buchen. Mindest-TeilnehmerInnenzahl sind 2 Personen. Die Anmeldung erfolgt in Form eines Einzelgespräches bis zum 30.6.2009 in der Wiener Praxis. Der Termin für das Schnupperwochenende ist 23.-25. Juli 2009. Bitte nehmen Sie bei Interesse telefonisch oder per Mail Kontakt auf ! |
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